Die EchoStar-Aktie (ECHO) könnte angesichts der Spekulationen um die Beteiligung an SpaceX immer noch unter ihrem fairen Wert liegen
Die EchoStar-Aktie hat in den letzten drei Jahren eine sehr starke Rendite von 378,5 % erzielt, doch ihre Bewertung sendet derzeit gemischte Signale aus, da die Schätzung des inneren Werts nach der Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF) auf ein erhebliches Aufwärtspotenzial hindeutet, während die Marktkennzahlen in die entgegengesetzte Richtung weisen.
- Über drei Jahre hinweg hat EchoStar eine Rendite von 378,5 % erzielt. Damit stellt sich bei der aktuellen Kursbewertung vor allem die Frage, inwieweit diese Entwicklung bereits im Aktienkurs berücksichtigt ist.
- Die jüngste Fokussierung der Analysten auf den potenziellen Wert der SpaceX-Beteiligung und der Frequenzspektrum-Vermögenswerte von EchoStar kann das bullische Szenario stützen. Gleichzeitig könnten Aktienverkäufe durch Insider und die Debatte darüber, wie diese Beteiligungen zu bewerten sind, die Bereitschaft dämpfen, einen höheren Preis zu zahlen.
- EchoStar erreicht bei den Bewertungsprüfungen 4 von 6 Punkten, was eher auf ein gemischtes Bild als auf ein eindeutiges Schnäppchen oder eine klare Überbewertung hindeutet.
Die Frage ist nun, ob der aktuelle Aktienkurs von EchoStar bereits den durch die Discounted-Cash-Flow-Schätzung (DCF) ermittelten inneren Wert widerspiegelt oder ob noch eine angemessene Differenz zwischen Kurs und Wert besteht.
Erscheint EchoStar gemessen am Cashflow unterbewertet?
Das hier verwendete Discounted-Cash-Flow-Modell (DCF) basiert auf den prognostizierten freien Cashflows von EchoStar an die Aktionäre in zwei Phasen. EchoStar meldet derzeit für die letzten zwölf Monate einen Verlust beim freien Cashflow von 2,45 Mrd. US-Dollar, doch das Modell geht von einer Erholung der Cash-Generierung in den kommenden Jahren aus, was zu positiven zukünftigen freien Cashflows führen wird.
Basierend auf diesen Prognosen ergibt sich aus dem DCF-Modell ein geschätzter innerer Wert von etwa 115 US-Dollar pro Aktie. Im Vergleich zum aktuellen Marktkurs bedeutet dies, dass die Aktie mit einem Abschlag von rund 20,6 % gegenüber dieser Schätzung gehandelt wird. Die jüngste Fokussierung der Deutschen Bank und von Citi auf den potenziellen Wert der SpaceX-Beteiligung und der Frequenzspektrum-Vermögenswerte von EchoStar trägt dazu bei, zu erklären, warum manche Anleger bereit sind, über den aktuellen Cashflow-Verlust hinwegzusehen.
Aus dieser Cashflow-Perspektive erscheint die EchoStar-Aktie im Vergleich zu dem durch das DCF-Modell implizierten inneren Wert unterbewertet.
Unsere Discounted-Cashflow-Analyse (DCF) legt nahe, dass EchoStar um 20,6 % unterbewertet ist. Behalten Sie die Aktie in Ihrer Watchlist oder Ihrem Portfolio im Auge oder entdecken Sie 49 weitere hochwertige, unterbewertete Aktien.
Wird EchoStar gemessen am Umsatz zu teuer?
Für EchoStar ist das Kurs-Umsatz-Verhältnis (P/S) ein nützlicher Vergleichsmaßstab, da der Umsatz ein klarerer Ausgangspunkt ist als der aktuelle Gewinn oder der Cashflow.
EchoStar wird mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwa 1,8x gehandelt, was über dem Durchschnitt der Medienbranche von rund 0,9x und auch über dem im Modell verwendeten Durchschnitt der Vergleichsgruppe von etwa 2,8x liegt. Das maßgeschneiderte faire Kurs-Umsatz-Verhältnis für EchoStar liegt bei 1,2x, basierend auf Faktoren wie Margen, Risikoprofil und Unternehmensgröße, und ist damit deutlich niedriger als das aktuelle Kursniveau der Aktie.
Diese Differenz deutet darauf hin, dass EchoStar mit einem Aufschlag bewertet ist gegenüber dem, was das Modell auf Basis der heutigen Umsätze als angemessen erachtet – selbst unter Berücksichtigung der spezifischen Geschäftsstruktur und der Risiken des Unternehmens. Anleger, die den Wert von Vermögenswerten wie der Beteiligung an SpaceX und den Frequenzspektren im Blick haben, sind möglicherweise bereit, diesen Aufschlag zu zahlen, doch rein anhand der Umsatzmultiplikatoren erscheint die Aktie bereits als relativ teuer.
Gemessen am P/S-Multiplikator erscheint die EchoStar-Aktie derzeit im Vergleich zu dem vom Modell als fair eingestuften Niveau überbewertet.
Die EchoStar-Geschichte: Was würde den heutigen Kurs rechtfertigen?
Die „Simply Wall St“-Analysen zu EchoStar knüpfen dort an, wo dieses Bewertungsrätsel aufhört. Sie erläutern, was hinsichtlich des Wachstums, der Margen und der Gewinne von EchoStar geschehen müsste, damit die Aktie deutlich mehr oder weniger wert wäre als der heutige Kurs, und sind auf der Community-Seite zu finden. Anstatt sich auf ein einziges Vielfaches oder ein Modell zu stützen, legt jede Analyse die Annahmen dar, die ihrem fairen Wert zugrunde liegen, sodass Sie diese mit den tatsächlich gemeldeten Ergebnissen vergleichen können.
Die Meinungen in der EchoStar-Community gehen weit auseinander: Die eine Seite konzentriert sich auf das Aufwärtspotenzial durch Frequenzen und das Satellitengeschäft, während die andere befürchtet, dass die Aktie bereits zu viel Hoffnung einpreist.
Optimistisches Szenario: 33 % unterbewertet
„Eine erfolgreiche Monetarisierung der umfangreichen Frequenzbestände von EchoStar – sei es durch die Einführung lukrativer neuer Dienste, den Abschluss von Großhandelspartnerschaften mit globalen Netzbetreibern oder potenzielle Verkäufe bzw. Verpachtungen von Frequenzen – könnte erhebliche einmalige Gewinne oder laufende Erträge freisetzen …“
Lesen Sie das vollständige Bull-Szenario, um zu erfahren, warum EchoStar unterbewertet sein könnte
Bären-Szenario: 108 % überbewertet
„Seien wir ehrlich: Wenn man sich nur die bisherigen Finanzdaten von EchoStar ansieht, würde man sofort die Flucht ergreifen …“
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Fazit
EchoStar befindet sich in einer heiklen, aber interessanten Lage: Der innere Wert nach der Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF) deutet auf ein erhebliches Aufwärtspotenzial hin, während die aktuellen Umsatzmultiplikatoren eher auf eine Überbewertung hindeuten. Die Meinungsverschiedenheit hängt weitgehend davon ab, wie man das zukünftige Cashflow-Potenzial gegen das abwägt, was der Markt nach einer derart starken Kursbewegung bereits heute für die Umsätze und Vermögenswerte des Unternehmens zu zahlen bereit ist. Da die umfassenderen Bewertungsanalysen ein gemischtes Bild zeichnen – und nicht unbedingt auf eine deutliche Unterbewertung hindeuten –, lautet die entscheidende Frage: Kann EchoStar seine Vermögensbasis und sein Geschäftsmodell in die Cash-Generierung umsetzen, von der die Schätzung des inneren Werts ausgeht, oder hat der Markt den Großteil dieses Optimismus bereits im aktuellen Kurs eingepreist?
Dieser Artikel von Simply Wall St ist allgemeiner Natur. Wir liefern Kommentare auf der Grundlage historischer Daten und Analystenprognosen unter Verwendung einer unvoreingenommenen Methodik, und unsere Artikel sind nicht als Finanzberatung gedacht. Sie stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien dar und berücksichtigen weder Ihre Ziele noch Ihre finanzielle Situation. Unser Ziel ist es, Ihnen langfristig ausgerichtete Analysen auf der Grundlage fundamentaler Daten zu bieten. Bitte beachten Sie, dass unsere Analyse möglicherweise nicht die neuesten kursrelevanten Unternehmensmeldungen oder qualitative Informationen berücksichtigt. Simply Wall St hält keine Positionen in den genannten Aktien.
Die Bewertung ist komplex, aber wir sind hier, um sie zu vereinfachen.
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This article has been translated from its original English version.